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Burial, die zweite

Von Ralph Hofbauer

“The sound that I’m focused on is more, you know, when you come out of a club and there’s that echo in your head of the music you just heard. I love that music, but I can’t make that club sort of stuff but I can try and make the afterglow of that music.”, sagt der Mann ohne Gesicht über seine Musik.

Der anonyme Londoner Produzent Burial hat im letzten Jahr mit seinem Debut einen Mythos um sich selbst und einen Monolithen von einem Album geschaffen. Nun meldet sich der König des Dubstep mit “Untrue” zurück, das ab heute in den Läden steht. Zwar ist Burial’s Sound noch immer voller knistriger SciFi-Mystik und seine Beats pochen deep wie eh und je, trotzdem hat sich einiges verändert. Leider.

Burial legt auf “Untrue” ein forscheres Tempo vor und nähert sich mit seinem verwunschenen Sound 2Step, R&B und Soul an. Die synkopierten Humpel-Beats sind im Vergleich zum Debut ziemlich bouncy ausgefallen und auch die Vocals lässt Burial weiter in die Nähe der Tanzfläche rücken. Manchmal geht das durchaus auf, die kosmische Verlorenheit von Burial’s Sound bleibt auch im neuen Kontext erhalten. Doch das wohlige Endzeitfrösteln will sich diesmal nur bedingt einstellen. Die gelegentlichen Mickey Mouse-Vocals nerven und man wünscht sich Burial hätte stattdessen Jamie Woon als Sänger verpflichtet (darum).

Mir gefiel Burial’s erster Wurf bedeutend besser, ich vermisse die schwerelose Zeitlupenmelancholie. Boomkat frohlockt trotzdem, dort kann man sich auch einige Tracks anhören.

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