Archiv für November 7th, 2007
Bravo Hits – die Gewinner
Folgende Begründungen haben uns überzeugt und werden mit einer Bravo Hits 59 Cd bestraft belohnt (bitte Postadresse an david.bauer[ät]78s.ch schicken).
Die Quizshow:
Ich würde morgen gleich ein “Wer-kennt-den-(S)Hit”-Spiel in der Quizshow im Café Kairo machen und die CD anschliessend ins Publikum werfen. Beim Spiel zeige ich zudem euer Logo.
abracadabra:
Meine Freundin hat nächste Woche Geburtstag, und naja, ich bräuchte noch ein Geschenk. Die steht doch so auf Mainstream-Pop
Mark:
Ich würde sie euch gleich wieder zurückschicken.
[Damit schliessen wir das Pop-Werbefenster wieder für ein paar Tage]
Von David Bauer | 7. November 2007 | 2 Kommentare
Roc Boys inna building
Das Album ist draussen. Und die Konzerte seiner 5-City-Tour waren in einer Minute ausverkauft. Falls Jay-Z zum zehnten Mal die Spitze der US-Charts erreichen sollte, wäre ist er besser als Elvis. Doch der wahre Gipfel: die einzelnen Songs von “American Gangster” (Universal) sind in keinem Downloadshop erhältlich, da der Gipfelstürmer sein Konzeptalbum nur als ganze Story, sprich ganzes Album veröffentlicht. Filme würden schliesslich auch nicht Szene für Szene verkauft. Stimmt. Und sonst gibts ja noch das neue Video von Roc Boys (And The Winner Is…)’ als Single.
[flash]http://www.youtube.com/watch?v=8gb6qm_tWE4[/flash]
Von Margg Zanella | 7. November 2007 | 0 Kommentare
Aarauer-Stinkloch-Indie-Festival mit 78s Shuttle-Bus!
Wir haben letzte Woche schon mal versucht das Indie-Air-Festival in Aarau im Flösserplatz anzupreisen, was nicht bei allen gut angekommen ist (hier nachlesen). Die einen enervierten sich über die Lokalität Flösserplatz (“Aarauer Stinkloch”), andere vermuteten hinter der Medienpartnerschaft Klüngel und Vetterliwirtschaft, und eine dritte Stimme zweifelte die Grossartigkeit der Bands an. Und wisst ihr was? Ihr hattet zumindest zwei Mal Recht. Abgesehen davon: das Festival bietet coole Acts wie Navel, Disco Doom, Jeans Team, Bodi Bill, Saalschutz, Roundtable Knights etc. (soviel zur dritten Stimme), das Bier kostet schlappe vier Stutz (Drinks acht Franken), und Aarau ist ziemlich mittendrin von allem – Luzern, Basel, Bern, Zürich – und noch lange nicht terra non grata, trotz fragwürdiger Wahl- und Abstimmungsresultate. Aber das sieht im “Kanton” Zürich ja nicht anders aus.
Und weil es in Aarau so gefährlich und stinkig ist, bietet 78s einen exklusiven Shuttlebus ins “Stinkloch” an. Der Bus fährt ein Mal hin und ein Mal zurück (Sa und So), bietet nicht unbedingt viele, freie Plätze an, aber wir sind ja bestechlich. Und sonst wars zumindest eine gute Headline.
>>> Und ja, es gibt noch Tickets, und zwar hier
Von Mathias Menzl | 7. November 2007 | 2 Kommentare
Carnation ziehts nach New York
Das International Pop Overthrow scheint eine feine Sache zu sein. Ende Mai durfte die Bieler Rockband Carnation im Rahmen dieses internationalen Festivals zweimal im legendären Liverpooler Lokal “Cavern Club” auftreten (hier gehts zum Artikel). Nun strebt die Band um Sänger Raffael Brina weiter entfernte Ziele an: Diesen Samstag spielen sie im “Baggot Inn” in New York. Ende November gehts dann für drei Auftritte nach Holland, bevor voraussichtlich anfang 2008 ihre neue EP fertig ist. Sämtliche Tourdaten: Carnation-Homepage.
Von Silvan Gertsch | 7. November 2007 | 9 Kommentare
Ein Phänomen in weiss
Halleluja! Pünktlich zur Adventszeit ist er zurück, the Man in White. Die Schweiz wird ihm zu Füssen liegen, wenn er ab nächster Woche in 20 Hallen mit dem grössten Gospelchor Europas das längste Spiritual-Medley aller Zeiten anstimmt. Es beinhaltet 20 Songs und dauert 20 Minuten und 20 Sekunden, was, weil der Bo Katzman Chor gerade sein 20. Jubiläum feiert, eine runde Sache ist.
Katzmans neue CD “Soul River” ist in David’s Abfalleimer gelandet, wo sie auch hingehört, trotzdem möchte ich hier ein paar Worte über den Bo, der früher mal Beau und ganz früher mal Reto Borer hiess, verlieren. Ich bin es ihm schuldig, denn neben Paola und Kurt und Rudi Carell war er eine der dauerlächelnden Schlüsselwachsfiguren meiner TV-Jugend. Ich gebe zu, ich habe ihn nie gemocht. Menschen, die sich von Kopf bis Fuss in weiss kleiden, sind mir grundsätzlich suspekt. Weihnachtsmusiker erst recht. Aber die Leute lieben ihn.
“Was keinen Erfolg bringt, mache ich nicht”, sagt Katzman hier ganz unbescheiden. Was ist sein Erfolgsrezept? Wie bei vielen überdurchschnittlich erfolgreichen Musikern wohl seine Durchschnittlichkeit. Der Rock und Pop, den er in den 80ern machte, war durchschnittlich, sein Chor besteht aus Hobby-Sängern und seine eigene Stimme ist alles andere als charismatisch. Und doch hat er innert 10 Jahren 10 goldene Schallplatten eingeheimst. Wie macht der Bo das nur? Mitunter bestimmt mit Copperfield’schem Mystizismus und Guiness-Buch-Gigantismus. Zudem ist Katzman musikalisch, sonst hätte er keinen Konsi-Abschluss. Und er ist eine Leader-Natur in Form eines verkappten Priesters. Im Fan-Forum seiner Webseite gibt er Preis, dass er “mit 14 ernstlich mit dem Gedanken spielte, katholischer Priester zu werden”. Talent hätte er gehabt: “Was gibt es denn überhaupt ausser Gott? Ich will es dir gerne sagen: Es gibt nichts ausser Gott, denn alles, was existiert, kommt aus Gott heraus.”
Fast 4’000 Fragen von Teenagerinnen, Twens und Müttern hat Briefkastenonkel Bo in den letzten 7 Jahren auf seiner Website beantwortet. Deutlich wird dabei: Bo liebt seine Fans wirklich, sein Gutmenschentum ist keine Farce. Und seine Fans lieben ihn, weil er ihren verlorenen Seelen Kraft gibt: Evi (29) schreibt: “Ich freue mich Dich wiederzusehn, Dir die Hand zu schütteln und mit neuer Kraft nach Hause zu gehen. Du hast eine wunderschöne Gabe Menschen neuen Lebensmut zu schenken, ihnen den richtigen Weg zu weisen.” Lässt sich Bo Katzman auf seiner nächsten Tour ans Kreuz nageln?
Von Ralph Hofbauer | 7. November 2007 | 1 Kommentar
My Chemical Romance: Künstlerisch veranlagt
Am Sonntag marschierte eine schwarze Parade durch Zürich: Wir sprachen vor dem Auftritt von My Chemical Romance mit Frank (git, 2.v.r.).
Wann habt ihr gemerkt, dass “The Black Parade” ein grosses Album wird?
Nie. Ich war einfach nur glücklich, als ich es zum ersten Mal hörte. Es war ein grossartiges Gefühl. Angst hatte ich nur vor den Reaktionen der Leute – wie werden sie es finden, wenn sie es zum ersten Mal hören? Ich war im Endeffekt schockiert, dass es die Leute so liebten!
The Black Parade erzählt die Geschichte eines krebskranken Jungen. Was war die Herausforderung hinter dem Konzept-Album?
Die grösste Herausforderung ist natürlich, die Geschichte nicht aus den Augen zu verlieren. Ausserdem darf man sein eigenes Leben nicht in die Thematik auf der CD einfliessen lassen. Man muss sich in die Person hinein denken, über die man schreibt.
Das war aber noch nicht immer so bei euren Texten…
Nein, erst auf “The Black Parade” haben wir diese Trennung strikte vorgenommen. Häufig geht es in Songtexten ja darum, sein eigenes Leben in eine fiktive Geschichte zu packen.
Wie gross ist der Einfluss von Sänger Gerard, den er durch seinen Background als Cartoonist mitbringt?
Dieser Einfluss ist nicht allzu gross auf die einzelnen Songs. Aber dass er ein Künstler ist, hilft der Band. In Bezug auf das Artwork der CD, beim Gestalten von Merchandise oder beim Drehen von Videos. Diese Dinge sind uns wichtig. Wir machen uns Gedanken darüber, wie beispielsweise unser Merchandise aussehen soll. Aber in der Band sind glücklicherweise alle künstlerisch veranlagt – in welche Richtung auch immer.
Habt ihr schon Songs für ein nächstes Album geschrieben?
Ja. Aber das bedeutet noch nicht, dass sie auch wirklich auf dem nächsten Album landen (lacht). Für die aktuelle CD haben wir auch über 40 Stücke geschrieben und viele davon sind im Mülleimer gelandet. Wichtig wird sein, dass das, was wir tun, von Herzen kommt.
Von Silvan Gertsch | 7. November 2007 | 0 Kommentare
Rave On!
17 Jahre nach der Hit-Single Step On, 15 Jahre nach dem Band-Split, 29 Jahre nach der Gründung von Factory Records und 10 Jahre nach der Schliessung des Haçienda Clubs spielt die Manchester Rave-Legende Happy Mondays zum ersten mal in der Schweiz. So angestaubt und langweilig wie sich das auch anhört, die neue Happy Mondays-Platte Unkle Dysfunktional tut es erstaunlicherweise nicht. Klar kann man Reunions von ehemals stilprägendene Bands überflüssig und unnötig finden und hat damit sogar recht. Wer allerdings jemals etwas mit diesen Drogen-Hooligans anfangen konnte, sollte sich a) die neue Platte anhören (und zumindest für eine kurze Zeit extasymässig glücklich damit werden) und b) aufs Konzert und durchdrehen. Rave On!
Happy Mondays live am Metropop Festival in Lausanne (mit Favez und Eiffel), Freitag, 9. November.
Die weiterern Konzert-Highlights des Wochenendes:
09.11 disco doom / the monsters / demolition blues, alte kaserne, zürich
09.11 indie air festival: disco doom / anajo / navel / the strivers / dj latteluna, jugendhaus flösserplatz, aarau
09.11 the wedding present plays george best / rosqo, le romandie, lausanne
10.11 no means no, rote fabrik, zürich
10.11 convertible, palace, st. gallen
10.11 göldin & bit-tuner / 88:komaflash / the unbreakables / hood regulators, sedel, luzern
10.11 indie air festival: jeans team / must have been tokyo / saalschutz / bodi bill / roundtable knights, jugendhaus flösserplatz, aarau
11.11 convertible, das schiff, basel
11.11 iliketrains, hafenkneipe, zürich
11.11 no means no, reitschule, bern
Noch mehr Konzertdaten findest du hier.
Von Xaver Zimmermann | 7. November 2007 | 1 Kommentar
(Split-)Mp3 to go (CSS meets Grizzly Bear)
CSS sind in aller Munde. Ihr Song “Music Is My Hot Sex” ziert als musikalische Untermalung den IPod-Touch-Werbespot (läuft derzeit nur in den USA), was ihre Single- und Album-Verkäufe um ein Vielfaches potenzieren wird (wieviel in etwa, könnt ihr hier nachlesen), und auf der eben erschienenen Grizzly-Bear- EP, Friend, sind die Brasilianer ebenfalls vertreten, und zwar mit einem Cover von “Knife”. Natürlich kommt das Cover nicht an die Grizzly Bear-Songs ran (sechs an der Zahl), wie zum Beispiel “Alligator”, den wir euch unlängst schon vorgestellt haben, aber es ist trotzdem eine gefreute Sache, diese EP – zehn Songs zum Preis einer EP, nice one!
Grizzly Bear – Knife (CSS-Cover)
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CSS – Music Is My Hot Sex
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Von Mathias Menzl | 7. November 2007 | 1 Kommentar




