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  • Die totale Verschmelzung

    Von    |   6. November 2007   |   0 Kommentare

    Burnt Friedman’s Discografie erstreckt sich mittlerweile über zweieinhalb Dekaden, doch der 42-Jährige treibt die Evolution seines Schaffens nach wie vor unermüdlich voran. Über die Jahre ist seine Musik immer vielschichtiger geworden, inzwischen ist sie ein Dschungel aus Funk, Dub, Electronica, Soul, Jazz, Rock und Pop. Doch statt sich im Ekklektizismus zu verlieren, nutzt Friedman stilistische Synergien: „Mir geht es um die totale Verschmelzung“, sagt Friedman in einem Interview der TAZ, „Dass man vor einem Dickicht steht, das insgesamt lebt, das man aber nicht in seine Einzelheiten auflösen kann.“

    Obwohl sich auf „First Night Forever“ (Nonplace/recrec) noch mehr Instrumente als Genres finden, hört sich das Album alles andere als chaotisch an. Hinter dem dichten Klangdschungel lässt sich eine höhere Ordnung vermuten. In mäandernden Metamorphosen entstehen laufend neue Muster, die einer geheimen Gesetzmässigkeit zu folgen scheinen. Trotz ihrer Komplexität ist diese Musik eher leicht als schwer, an ihrer Oberfläche ist sie sogar Pop. Pop allerdings, der nicht richtig tickt. Friedman zieht ungerade Rhythmen dem 4/4-Takt vor.

    Über sechs Jahre hat der Wahl-Kölner, der eigentlich Bernd Friedman heisst, an „First Night Forever“ gearbeitet. Allerdings tanzte er dazwischen auf verschiedensten Hochzeiten: Friedman widmete sich seinen Projekten Flanger und New Dub Players, nahm mit Jaki Liebezeit „Secret Rhythms“ 1 & 2 auf und ritt mit den Nine Horses in den Sonnenuntergang. „First Night Forever“ hört sich wie die Schnittmenge aller Projekte Friedman’s an: So entspannt funky wie New Dub Players, so leichtfüssig episch wie Nine Horses, so polyrhytmisch verspielt wie die Kollaborationen mit Liebezeit. Die neun Gastmusiker und die acht Gastsänger (u.a. Steve Spacek, Barbara Panther, Enik und Theo Altenberg) tragen ihr übriges dazu bei, dass „First Night Forever“ zu einer Horizonterweiterung geworden ist, die zeigt, dass musikalische Innovation nach wie vor möglich ist.

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