Archiv für November 6th, 2007
50 Cent gibt Gas
Erst verarscht Fifty Rap-Kollege Kanye, dann schenkt er R’n'B-Star Ciara so rasch einen roten Lamborghini zum Geburtstag. Und während BET und MTV den gemeingefährlichen Titel des neuen Videos I Still Kill(neu:Will) (feat. Akon) verbieten liessen, ist bereits der neue G-Unit-Clip Feel Good online. Nun will der Buchautor, Rapper, Produzent und vor allem Businessman gar eine eigene Sendung im US-Fernsehen machen. Fiddy plant eine Urban-Talk-Show, wo er mit prominenten Gästen über ihre kriminelle Vergangenheit plaudert. Vorerst aber kommt die von ihm designte Pontiac G8-Serie auf den Markt. Ernsthaft: Wer hätte gedacht, dass Fifty im Auto Spinners hört? (siehe Clip)
[flash]http://www.youtube.com/watch?v=n6cITHmag1Y[/flash]
Von Margg Zanella | 6. November 2007 | 0 Kommentare
Rockender Randensalat
Vor bald zwei Monaten hab ich sie Euch schon mal kurz vorgestellt:
The Bloody Beetroots.
Etwa zum selben Zeitpunkt hab ich sie für meine neue Partyreihe gebucht (für die ich ja schon des öfteren Schleichwerbung reingewoben habe). Seither flattern plötzlich auch viele Anfragen von “jungen” Musikschaffenden und DJs rein. Die Beetroots haben sich, zumindest in der Blogosphäre, zu einem namhaften Remix-Kaliber gemausert, weshalb ihr Live-Support in der “New Rave Szene” (ich werde diesen schwammigen und für einige negativ konnotierten Stilbegriff in Kürze mal genauer (als die Printmedien) erörtern) schon des öfteren neben den EdBanger-Grössen (bspw. Justice) aber auch mit Bonde DO Role aufgetreten sind. Die Herren befinden sich momentan in einer Durchbruch-Phase, was ich Ihnen nicht nur deshalb gönne, weil ich (hoffentlich) davon am kommenden Samstag selbst etwas profitieren darf, sondern ihre Sounds einfach so geil Wummern, Grooven und Rocken.
Beispiele gefällig?
Goose – Everybody (The Bloody Beetroots Chipmunk Remix)
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Timbaland – Miscommunication (The Bloody Beetroots Remix)
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Captain Phoenix - Pistols & Hearts (The Bloody Beetroots Remix)
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The Bloody Beetroots – Public Enemy
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Wie man sich das LIVE zu denken hat, darüber kann ich auch nur spekulieren. Aber die Jungs sind im Herzen Punks, weshalb sie sich auch “weigern” Macs zu benutzen und mit “gewöhnlichen” Laptop auffahren, dafür haben sie haufenweise Effektgeräte, ordentlich viel Schminke und zwei Wrestlingmasken im Gepäck. Am besten kommt man’s einfach live erleben:
NEW RAVE DISKO ACTION
10.11.07 ab 22.00 im Salzhaus Winterthur
DJs: Banga, Strobokopp & Honeymoon
Visual Stimulation: The Trash-Converters
Wir verlosen 2mal 2 Tickets: Gesucht werden originelle Vorschläge, wieso man die beiden durchgeknallten Italos zur Familie der Fuchsschwanzgewächse zählen darf (mal abgesehen von ihrem Namen).
Von Robin Fürst | 6. November 2007 | 9 Kommentare
Eilmeldung, Sensation, und überhaupt!
Es ist schon traurig, wenn ein Major-Label ein grosses Tamtam macht (mehrere E-Mails verschicken mit einzelnen Buchstaben, die am Ende einen Bandnamen ergeben), bloss um anzukündigen, dass man erstmals seit 2004 wieder einen Schweizer Act unter Vertrag genommen hat. Der Act heisst Myron, kommt aus Basel und ist bei weitem nicht das beste, was ebendiese Stadt zu bieten hat. Wir sind gespannt, wer 2010 als nächster Schweizer Act einen Vertrag erhält…
(Bild: Tim Lüdin)
Von David Bauer | 6. November 2007 | 5 Kommentare
Neues Fanta4-Video: Wer hat’s erfunden?
Ein Schweizer, natürlich. Die Fantastischen Vier haben per Wettbewerb ein Video zu ihrem neuen Song “Ichisichisichisich” gesucht – und sind in der Schweiz fündig geworden. In Thun bei Sascha Kämpf von pixelbar.ch. Für sein ziemlich abgefahrenes Video kassiert der Gewinner satte 44’444 Euro und wird als Macher des offiziellen Videos ordentlich Aufmerksamkeit erhalten. Recht so.
Von David Bauer | 6. November 2007 | 1 Kommentar
Die totale Verschmelzung
Burnt Friedman‘s Discografie erstreckt sich mittlerweile über zweieinhalb Dekaden, doch der 42-Jährige treibt die Evolution seines Schaffens nach wie vor unermüdlich voran. Über die Jahre ist seine Musik immer vielschichtiger geworden, inzwischen ist sie ein Dschungel aus Funk, Dub, Electronica, Soul, Jazz, Rock und Pop. Doch statt sich im Ekklektizismus zu verlieren, nutzt Friedman stilistische Synergien: “Mir geht es um die totale Verschmelzung”, sagt Friedman in einem Interview der TAZ, “Dass man vor einem Dickicht steht, das insgesamt lebt, das man aber nicht in seine Einzelheiten auflösen kann.”
Obwohl sich auf “First Night Forever” (Nonplace/recrec) noch mehr Instrumente als Genres finden, hört sich das Album alles andere als chaotisch an. Hinter dem dichten Klangdschungel lässt sich eine höhere Ordnung vermuten. In mäandernden Metamorphosen entstehen laufend neue Muster, die einer geheimen Gesetzmässigkeit zu folgen scheinen. Trotz ihrer Komplexität ist diese Musik eher leicht als schwer, an ihrer Oberfläche ist sie sogar Pop. Pop allerdings, der nicht richtig tickt. Friedman zieht ungerade Rhythmen dem 4/4-Takt vor.
Über sechs Jahre hat der Wahl-Kölner, der eigentlich Bernd Friedman heisst, an “First Night Forever” gearbeitet. Allerdings tanzte er dazwischen auf verschiedensten Hochzeiten: Friedman widmete sich seinen Projekten Flanger und New Dub Players, nahm mit Jaki Liebezeit “Secret Rhythms” 1 & 2 auf und ritt mit den Nine Horses in den Sonnenuntergang. “First Night Forever” hört sich wie die Schnittmenge aller Projekte Friedman’s an: So entspannt funky wie New Dub Players, so leichtfüssig episch wie Nine Horses, so polyrhytmisch verspielt wie die Kollaborationen mit Liebezeit. Die neun Gastmusiker und die acht Gastsänger (u.a. Steve Spacek, Barbara Panther, Enik und Theo Altenberg) tragen ihr übriges dazu bei, dass “First Night Forever” zu einer Horizonterweiterung geworden ist, die zeigt, dass musikalische Innovation nach wie vor möglich ist.
Von Ralph Hofbauer | 6. November 2007 | 0 Kommentare
Matt Roehr: “Die Onkelz waren eine andere Welt”
Gitarrist Matt Roehr ist der erste “böhse Onkel“, der ein Soloalbum veröffentlicht hat.
“Barra Da Tijuca” hat musikalisch so gut wie gar nichts mit den Onkelz zu tun. Heisst das, dass du dich damals untergeordnet hast und du dich erst jetzt austoben kannst?
Ja und nein. Die Onkelz waren ein ganz anderes Ding, eine andere Welt mit total anderem Ansatz. In der Zwischenzeit sind viele Dinge passiert, ich habe mich weiterentwickelt. Diese Ansätze waren ja auch zu Zeiten der Onkelz schon da, wurden aber nicht so stark ausgelebt. Jedes der Bandmitglieder hatte einen etwas anderen musikalischen Geschmack, einen anderen Background. Das war ja auch unsere Stärke.
Kannst du die künstlerischen Freiheiten geniessen?
Im Moment genieße ich die Freiheiten in vollen Zügen. Es ist aber auch einiges mehr an Verantwortung dazu gekommen. Da ich mich musikalisch von dem was ich vorher gemacht habe, entfernt habe, ist es eine spannende Zeit, die ich gerade durchlebe. Ich habe vieles anders gemacht, wollte auch gar keine Wiederholung oder sogar ein Abklatsch der alten Band sein. Meine musikalische Zukunft sehe ich eher international, deswegen auch die englischen Lyrics. Es ist für mich sehr wichtig, mich als Mensch und Künstler weiter zu entwickeln. Deshalb bin ich auch nach Südamerika umgezogen und habe dann mit brasilianischen und nordamerikanischen Musikern zusammengearbeitet – einfach um meinen Horizont zu erweitern und neue Einflüsse in das Songwriting einfließen zu lassen.
Was ist das Wichtigste, das du aus deiner Zeit bei den Onkelz mitgenommen hast?
Da gibt es sehr viel. Die Treue der Fans, die sind mit uns durch dick und dünn gegangen. Die Menschen, mit denen wir gearbeitet haben, die Erlebnisse mit der Politik, den Medien… Man kann sagen, das mich diese Erfahrungen, positiv wie negativ, zu dem Menschen gemacht haben, der ich heute bin.
Was vermisst du am meisten daran, dass es die Onkelz nicht mehr gibt?
Im Moment eigentlich gar nichts!
Von Silvan Gertsch | 6. November 2007 | 5 Kommentare
Mp3 to go (let’s dance to joy division)
The Wombats ist weissgott kein sehr origineller Band-Name. Auch ihr Sound hört sich an wie zum wiederholten Male aufgekocht und wiedergekäut. Anzusiedeln sind sie irgendwo zwischen Art Brut und Hard-Fi. Die olle Briten-Masche halt. Nichtsdestotrotz haben The Wombats etwas an sich, das dafür sorgt, dass man ihnen gerne zuhört. Vor allem der Song “Let’s dance to Joy Division” ist Indie-Disco-Scheiss pur. Ihr Debüt A Guide to Love, Loss and Desperation (Musikvertrieb) erscheint am 16. Oktober. Live kann man sie am 19. November in der Zürcher Hafenkneipe einfangen.
The Wombats – Let’s Dance to Joy Division
Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.
Von Mathias Menzl | 6. November 2007 | 3 Kommentare




