Archiv für Oktober 29th, 2007
Live is Live!
Jetzt hat’s auch R.E.M. erwischt: Die erste Live-Platte gibt es kiloweise in den Regalen stehen. “Live in Dublin” nennt sich die Doppel-CD/DVD, die – siehe da – “Losing My Religion” auch drauf hat. Nur den besten Song der Bandgeschichte, den gibt es nicht zu hören, aber hier zu sehen. Patty Smith hat den Flieger nach Irland verpasst. Vermutlich.
Von Urs Arnold | 29. Oktober 2007 | 0 Kommentare
78s ganz klassisch
Für einmal etwas Klassisches: Am 21. November spielt der britische Violinist Nigel Kennedy in der Tonhalle Zürich, ab sofort sind Tickets erhältlich. Auch wer in der klassischen Musik für gewöhnlich nicht zu Hause ist, sollte es sich zweimal überlegen, ob man für Kennedy nicht eine Ausnahme macht. Der Typ ist eine Wucht, musikalisch sowieso, aber auch mit seiner Attitüde: Er malt sich gerne mal die Farben seines Lieblingsvereins Aston Villa auf die Wangen – ein Punk unter Frackträgern.
Von David Bauer | 29. Oktober 2007 | 4 Kommentare
Bandname des Tages
Das ist erfrischend ehrlich: Drei Akkorde Superstars.
Von David Bauer | 29. Oktober 2007 | 0 Kommentare
Turn on, tune in, drop out
Psychedelia feiert ein Revival. Prog- und Kraut-Rock sind nicht länger Schimpfwörter und Vergleiche mit Pink Floyd, King Crimson und Can häufen sich. Spiritualität und Eskapismus sind wieder en vogue.
Mit Freak Folk hat alles angefangen. Während Devendra Banhart und Joanna Newsom als spirituelle Führer der Bewegung ins Rampenlicht rückten, zog sich ein verschworener Zirkel von der Peripherie des Freak Folk in steinzeitliche Wälder zurück, um mit elektronischen Mitteln zu einer Art Stammesmusik zurückzukehren. Animal Collective, Sunburned Hand Of The Man, Gang Gang Dance und Six Organs Of Admittance begannen sich mit schamanischen Gesängen und entheogenen Trommelritualen in Trance zu spielen und so die Gedanken ihres Publikums zu verbiegen. Die Grenzen ihrer verschlungenen Musik verlaufen so fliessend wie die Farben eines Batik-Shirts, ihre Platten klingen so surreal wie die Vertonung eines Trips. Alle Macht der Fantasie, again?
Abseits dieser extremen Formen der Psychedelia schwemmt es immer mehr Musik über den Atlantik, die Brian Wilson’sche Chor-Psychedelia wiederbelebt, Battalione an Effektgeräten einsetzt und Pop in ätherisch-mystischen Klängen ausfranseln lässt. Die Bandnamen verdeutlichen, dass auch diese Bands lieber in der freien Wildbahn als im Popzoo leben würden: Grizzly und Panda Bear, The Sound Of Animals Fighting, The Skygreen Leopards und Octoupus Project. Neben den Tierkollektiven sind es Druiden wie Espers oder White Magic, die Psych-Folk neu aufbrauen.
Ein Ende der Neo-Psychedelia Welle ist nicht in Sicht. Die neusten Alben von Black Moth Super Rainbow und Celebration klingen so regenbogenfarbig wie ihre Covers und allen voran haben Yeasayer das psychedelische Meisterwerk des Jahres eingespielt. “All Hour Cymbals” schreckt auch vor Sitars nicht zurück und klingt mindestens so vielschichtig, wie man sich den Missing Link zwischen Grizzly Bear und Animal Collective vorstellt.
Es sieht ganz so aus als würde der psychedelische Trend bald auf die Mode übergreifen. Der Sänger von Robocop Kraus wurde letzten Freitag im Mascotte mit einem Batik-Shirt gesichtet und unter den 15 Top-Looks für den Sommer 2008 liegt Flower Power an der Spitze, dicht gefolgt von Batik. Wetten, bald geht’s den Röhrlihosen an den Kragen?
Von Ralph Hofbauer | 29. Oktober 2007 | 5 Kommentare
Mothers Pride: exklusives Pre-Listening No. 1
Am 2. November erscheint sechs Jahre nach ihrer Trennung das neue Album der Innerschweizer Pop-Institution Mothers Pride. Auf 78s.ch kommt ihr in den Genuss eines exklusiven Pre-Listenings der “Beatles aus Luzern” (Blick): bis Freitag gibt’s von uns für euch jeden Tag einen neuen Mothers Pride-Song. Eines schon mal vorweg: Das Album ist die sprichwörtliche eier-legende Wollmilchsau. Ob countryeske Töne, Indie-Pop-Balladen oder Disco-Rock-Knaller, Mothers Pride (Little Jig) lässt keine Wünsche offen.
78s.ch-Mothers Pride-Countdown:
Mothers Pride – Nononono!
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Von Mathias Menzl | 29. Oktober 2007 | 4 Kommentare
Mp3 to go (twee)
Schweden gilt ja gemeinhin als Twee-Pop- Mekka und Club 8 sind eine der Protagonisten. Im September ist ihre neue Platte The Boy Who Couldn’t Stop Dreaming erschienen. Gleichzeitig so viel sonnige Wärme und melancholischen Tiefgang zu vereinen – Pitchfork sagt dem Bossa-Nova-Indie -, das schaffen nur wenige Bands so grandios wie Club 8.
Club 8 – Heaven
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Von Mathias Menzl | 29. Oktober 2007 | 0 Kommentare




