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  • Erdbeben im Musikgeschäft

    Von    |   17. Oktober 2007   |   12 Kommentare

    Businessmodell: Live firstDagegen ist Radioheads angeblich revolutionärer Putsch gegen die Musikindustrie eine marginale Studentendemo mit selbstkopierten Flugblättern. Gestern wurde bekannt: Madonna verlässt Warner Music und hat beim Konzertveranstalter Live Nation einen Deal über rund 120 Millionen Dollar unterzeichnet.

    Damit bringt Madonna einen Stein ins Rollen, den die Major-Labels seit Jahren in Sisyphos-Arbeit krampfhaft am Weggleiten hindern wollen: Einer der weltweit grössten Popstars kehrt einem Major-Musiklabel den Rücken und lässt sich von einem Konzertveranstalter verpflichten. Was nichts anderes heisst als: Madonna wird in Zukunft nur noch Platten als Werbung für ihre Konzerte veröffentlichen. Live Nation wird Welttourneen buchen und Madonnas Alben entsprechend timen.

    Die Musik auf einem Datenträger (sei er nun physisch oder digital) sieht als eigenständiges Businessmodell dem Tode entgegen und steht vor einer Zukunft als Werbemedium für die eigentlichen Hauptprodukte Konzerte und konzertbegleitendes Merchandisiung.

    Interessant wird sein, was Live Nation von seinen Kunden verlangt, damit man sie per Album bewerben darf, d.h. wie viel die Alben kosten werden. Denn im Moment zahle ich auch nichts dafür, dass ich Konzertplakate in der Stadt anschaue und mir Flyers in die Hand drücken lasse.

    So oder so: Die Vorstellung, dass ein Künstler einen Song oder ein Album nur aufnimmt, damit ich dann an seinem Konzert ein T-Shirt kaufe, ist ziemlich befremdend. Aber vielleicht bin ich auch einfach nur zu traditionalistisch eingestellt.

    12 Reaktionen

    1. 78s » Blog Archive » Jay-Z kurz vor Rekord-Deal mit Konzertveranstalter
    2. 78s » Blog Archive » Metallica üben den Kopfstand
    1. #1 Tschino

      16:05 Uhr, 17.10.2007, Link

      ja, David – schon wieder ich…

      ..diese meldung ist schon seit tagen bekannt:

      http://www.20min.ch/tools/suchen/story/18770299

      und hier noch eine meldung diesbezüglich:

      Los Angeles/New York, 16.10.07 / 12:01

      Zweifel an Wirtschaftlichkeit von Live Nations Madonna-Deal

      Sollte Live Nation tatsächlich Madonna unter Vertrag nehmen, wird der Veranstaltungskonzern nach Ansicht von Experten kaum von dem Deal profitieren können. Die 120 Millionen Dollar Vorschuss seien in zehn Jahren nicht zurückzuverdienen, sagen Analysten.

      Michael Savner von Banc of America Securities glaubt, dass Live Nation sich bei den kolportierten Beträgen überheben wird. Natürlich sei ein Verlust der Künstlerin zunächst mit Risiken für Warner Music verbunden. Doch angesichts der kürzlich bekannt gewordenen Parameter des Live-Nation-Angebots sei ein Mitbieten in solchen Regionen für den Major-Konzern wirtschaftlich unsinnig. Vor allem die kurzfristigen Umsatzzahlen bei Warner seien von einem möglichen Wechsel des Stars nicht betroffen – zumal Madonna ja noch ein Album bei Warner ausstehen hat.

      Live Nation werde sich schwer tun, mit der skizzierten Vereinbarung schwarze Zahlen zu erreichen, mein Analyst David Kestenbaum von Morgan Joseph & Co. Und Doug Mitchelson von der Deutschen Bank schätzt, dass Madonna von jedem der drei vertraglich anvisierten Alben bei Live Nation mindestens 15 Millionen Exemplare weltweit verkaufen muss, um profitabel zu sein. Laut „Billboard“-Informationen kam Madonna mit ihren letzten drei Alben auf weltweit rund 20 Millionen Verkäufe.

      Laut „Wall Street Journal“ soll die US-Künstlerin im Falle einer Unterschrift bei Live Nation zunächst eine Art Handgeld von 17,5 Millionen Dollar erhalten, zudem einen Vorschuss von zusammen 50 bis 60 Millionen Dollar für die drei Alben und ein Aktienpaket im Wert von rund 50 Millionen Dollar für ihre Touring-Aktivitäten. Doch auch an den tatsächlichen Umsätzen aus Tourneen, Merchandising und Lizenzdeals soll Madonna mit 50 bis 90 Prozent beteiligt sein. Sollte sie also – wie in der letzten Dekade – in den kommenden zehn Jahren erneut drei Mal und ähnlich erfolgreich auf Konzertreise gehen, wird Live Nation nach „Billboard“-Berechnungen einen Umsatzanteil von rund 42 Millionen Dollar erwirtschaften können.

      Mit den zusätzlichen Unwägbarkeiten beim Tonträgerabsatz und Markengeschäft scheint der Coup für Live Nation auf dem Papier ein Zuschussgeschäft zu werden. Doch branchenintern war zu hören, dass es dem weltgrößten Konzertveranstalter in diesem Fall nicht um Profitabilität geht:

      Vielmehr gilt es wohl, dem ebenfalls an Madonna interessierten Konkurrenten AEG Live einen Strich durch die Rechnung zu machen. Zudem soll die Ticketmaster-Mutter InterActive Corp. hinter den Kulissen mit Warner Music an einem Gegenangebot gearbeitet haben. Dies konnte Live-Nation-CEO Michael Rapino wohl nicht zulassen – schließlich arbeitet er derzeit an der Trennung vom Ticketvermarkter.

      Quelle: musikwoche.de

    2. #2 David Bauer

      16:17 Uhr, 17.10.2007, Link

      offiziell ist der deal seit gestern bekannt, daran halte ich mich…

      was meinst du denn zur geschichte?

    3. #3 schnaebi

      16:26 Uhr, 17.10.2007, Link

      Hat denn Madonna mit Maverick nicht ein eigenes Label?

    4. #4 David Bauer

      16:35 Uhr, 17.10.2007, Link

      laut associated press hat warner sie da schon vor drei jahren rausgekauft: http://www.cbsnews.com/stories/2004/06/18/entertainment/main624638.shtml

    5. #5 schnaebi

      17:06 Uhr, 17.10.2007, Link

      ja, habs auch gesehen. den rest hat sie wohl im august verkauft, um diesen deal zu machen.

    6. #6 mehlkelm

      17:32 Uhr, 17.10.2007, Link

      Ich glaube schon auch, dass die Musikbranche in nächster Zeit ziemlich geschüttelt wird, aber das Album als Konzept der Musikveröffentlichung wird glaube ich nicht so schnell aussterben, auch wenn’s digital (ein ZIP File, whatever) ist.
      Wahrscheinlich betrachten weder Künstler noch Konsumenten die Releases NUR als Konzertwerbung.

    7. #7 David Bauer

      19:22 Uhr, 17.10.2007, Link

      ich glaube, auch das album wird ins wanken kommen. die tatsache, dass man heute bereits legal songs a discretion kaufen kann und keine ganzen alben mehr kaufen muss, weisen dieser entwicklung den weg. und ash, eine je nach sichtweise nicht ganz unbedeutende band, haben sich ja unlängst vom konzept album verabschiedet und wollen jetzt nur noch einzelne songs veröffentlichen, dafür immer mit schönem artwork und so.

    8. #8 mehlkelm

      11:05 Uhr, 18.10.2007, Link

      naja, es gibt ja auch schon recht lange singles und trotzdem immer noch alben. dass man auch digital einzelstücke kaufen kann, scheint da nur logisch. ich kaufe jedenfalls nur alben, ob aus bits oder plastik. Ich nerve mich sogar nach einer Weile fast über alle via blogs und konsorten angesammelten promo einzeltracks. die sehen im itunes irgendwie scheisse aus ;-)

    9. #9 Tschino

      10:25 Uhr, 23.10.2007, Link

      New York/Los Angeles, 19.10.07

      Live Nation sucht bereits Kollegen für Madonna

      Auch zwei Tage nach Bekanntwerden des Vertragsabschlusses zwischen Live Nation und Madonna sind sich die Experten noch nicht darüber einig, ob die viel beachtete Kooperation wirtschaftlich sinnvoll ist. Unbestätigten Meldungen zufolge bezahlt der Veranstaltungskonzern 125 Millionen Dollar für das Recht, die Marke Madonna zehn Jahre lang vollumfänglich zu vermarkten.

      Zuviel, findet David Kestenbaum, Analyst bei Morgan Joseph. Live Nation werde sich sehr schwer tun, erwähnenswerte Gewinne aus dem Deal zu verwirklichen. Vor allem bei den in der Regel recht teuren Madonna-Tourneen bleibe unterm Strich zu wenig für den Veranstalter über, meint Kestenbaum. Zudem müsse Artist Nation durchschnittlich mindestens zehn Millionen Exemplare von jedem neuen Madonna-Album verkaufen, um die Vertragssumme zu rechtfertigen. Und speziell im Bereich Tonträgerproduktion, -vermarktung und -vertrieb sieht Jeffrey Shelton von Natixis Bleichroeder viel Arbeit auf Artist Nation zukommen.

      Doch nicht alle Finanzexperten sind so skeptisch. John Blackledge von JPMorgan geht davon aus, dass Live Nation mit Madonna durchaus Geld verdienen wird. Er rechnet damit, dass der Konzern mehr als die Hälfte der angeblichen Vorschusssumme durch die Einnahmen mit Konzerttickets, Merchandise und Ticketing-Zuschläge hereinholen kann. Ähnlich sieht das auch Mark Wienkes von Goldman Sachs. „Live Nation gibt schon jetzt jährlich 1,5 Milliarden Dollar an Künstlergagen für ein Geschäftsmodell mit einer Umsatzrendite von vier Prozent aus. Die erfolgreichste Künstlerin aller Zeiten für gut zwölf Millionen Dollar pro Jahr zu verpflichten, ist da doch eine leichte Entscheidung, wenn man damit den Gesamtkuchen wachsen lassen kann.“

      Und während sich die Beobachter noch mit der Frage der Wirtschaftlichkeit des Madonna-Deals beschäftigen, nimmt Live-Nation-CEO Michael Rapino schon die nächsten Künstler ins Visier. Es gebe da weltweit fünf oder sechs Acts, von denen seine Firma bereits heute eine Menge Konzertkarten verkauft. „Und wir wären gerne noch stärker mit denen im Geschäft“, sagte Rapino. Namentlich erwähnte er dabei die Rolling Stones, U2, die Dave Matthews Band und Tim McGraw.

      Dass sich das neue Konzept von Artist Nation rechnen wird, daran hat Rapino keinen Zweifel. „Zu den Madonna-Fans, die sich für 200 Dollar eine Eintrittskarte kaufen, haben wir eine Geschäftsbeziehung. Die sind in unserer Datenbank und werden von uns auf alle anderen Produkte aufmerksam gemacht. Ich denke schon, dass wir denen einen Download für 99 Cent oder ein T-Shirt für 14 Dollar verkaufen können.“ Hilfreich sei dabei vor allem das Internet mit seinen diversen Kommunikationsformen. „Das Internet mag vielleicht das Geschäft der Labels zerstört haben – für Konzertveranstalter ist es der beste Freund.“

      Quelle: musikwoche.de

    10. #10 Tschino

      10:26 Uhr, 23.10.2007, Link

      Los Angeles, 22.10.07

      Live Nation kurz vor Übernahme von Signatures Network

      Kaum ist die Tinte unter dem Vertrag mit Madonna getrocknet, ist Live Nation schon wieder auf der Suche nach neuen Akquisezielen. Nun hat der amerikanische Veranstaltungsriese ein Auge auf die Merchandisingfirma Signatures Network geworfen.

      Das kalifornische Unternehmen, das einst zu Sony Entertainment gehört hatte und derzeit 70 Mitarbeiter beschäftigt, macht einen geschätzten Jahresumsatz von rund 120 Millionen Dollar und vermarktet Lizenzprodukte von über 125 Künstlern, darunter Weltstars wie Madonna, Kanye West, U2, Bruce Springsteen, Beatles, Britney Spears, Aerosmith, John Lennon, Kiss, Black Eyed Peas, Justin Timberlake, The Doors oder Coldplay. Laut Informationen der „New York Post“ ist Live Nation bereit, ungefähr 50 Millionen Dollar für Signatures Network zu bezahlen.

      Der im Vergleich zum Jahresumsatz recht niedrige Kaufpreis erkläre sich mit den äußerst niedrigen Margen, die in diesem Geschäft gemacht werden, meinen Insider. Dennoch wäre dies die bisher größte Übernahme für Live Nation in diesem Bereich. Im April hatte der Konzern den Merchandisingspezialisten Trunk vollständig aufgekauft, im September folgte die Firma Ultrastar; zudem gehört auch Anthill Trading zum Merch-Arm von Live Nation.

      Quelle: musikwoche.de

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