Archiv für Oktober 2nd, 2007

Favez – darüber kann man streiten

Favez sind mit ihrem neuen Album “Bigger Mountains Higher Flags” (Gentlemen Records / Irascible) endgültig im Mainstream angekommen. Das kann man so sehen oder so. Mathias findet es so, ich so. Und weil Mathias seine früheren Helden nicht weiter verraten will, muss ich diese Kritik schreiben. Kurzum: Favez setzen mittlerweile ihr gesammeltes Musikkönnen ein, um hochstehende Popmusik zu machen, mit ordentlich Gitarren, umwerfenden Melodien und einem grossen Schuss Professionalität, der manchem wohl zu weit geht. Ich find’s grandios.


Gimmas geiler Schuss

Neues Video vom König vo da Luusbuaba. Geil, nicht?

[flash]http://www.youtube.com/watch?v=82A4n-HWiuM[/flash]


E-Musik aus dem Norden

Zwei grosse Bands aus dem Norden sorgen mit innovativer Musik für frischen Herbstwind: Die Isländer von Mum und die Dänen von Efterklang melden sich mit Alben zurück, die so ambitioniert sind, dass man versucht ist, die verstaubte Unterscheidung von E- und U-Musik wieder geltend zu machen.

Mum’s “Go Go Smear The Poison Ivy” (Fat Cat/Musikvertrieb) und Efterklang’s “Parades” (Leaf/Namskeio) scheinen Brüder im Geiste: Sie versammeln Instrumente, die man eher dem Orchestergraben, als einem Proberaum zuordnen würde. Beide spielen zwischen den Ruinen der klassischen Musik elektronisch verfremdete Wiegenlieder und intonieren unter einem Himmel voller Geigen mit grosser Inbrunst Chöre, die an das Gute und Schöne glauben. Efterklang und Mum lullen den Hörer in eine Welt, in der die Popmusik kein verdorbenes Luder, sondern eine unbefleckte Schönheit mit neoklassizistischen Zügen ist.

Efterklang gehen inzwischen so orchestral wie kaum eine andere Band zu Werke. Rund 30 Gastmusiker tragen zur stillen Klanggewalt von “Parades” bei. Die Dänen mäandern durch ein Klangschlaraffenland, in dem alles süss und doch immer wieder anders und vor allem anders, als alles andere schmeckt. Das hört sich an wie die Diplomkomposition eines grössenwahnsinnigen Konsi-Abgängers, klingt aber kaum je langfädig, weil es einfach zu viel zu entdecken gibt. Auch Lieblingssongs, die genug Substanz für einen langen Winter haben.

Posaunen, Flöte, Geigen und Glockenspiele gibt es auch bei Mum, wenn auch in weniger opulenter Form. Die Band aus Reykjavik klingt noch immer wie eine muszierende Spielgruppenklasse, bestehend aus lauter hochbegabten Kindern. Mit verspielt-schrägen Spieldosenklängen erschaffen Mum eine Märchenwelt, in der eine eigene Logik herrscht. Feuer sind dort aus Marmelade, Frösche explodieren und Augen sind Beeren.

Im Moment sieht es leider nicht so aus, als würden Efterklang und Mum die Schweiz besuchen. Schade, schade.

Efterklang – “Cutting Ice To Snow” Mum – “Dancing Behind My Eyelids”

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Umberella-ella-ella

Nicht nur Britneys Lieder gewinnen merklich, wenn sie von jemand anderem gesungen werden. Auch der Sommerhit 2007 von Rihanna zeigt so ganz neue Facetten.

Biffy Clyro – Umbrella Hinhörversion

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Nick Miller – Umbrella Quietisthenewloudversion
>Hier lang

Scott Simons – Umbrella Herzschmerzversion

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Kawata Remix – Umbrella Drogencocktailmix

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Mari Digby – Umbrella Highschoolversion

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Politische “to-do-Liste” für Oktober

1. Free Burma
2. National- und Ständeratswahlen
3. Punkt 2 in dem Sinne erledigen, dass Blocher abgewählt wird (dann gibt’s nämlich eine lustige SVP-Zeitung, sauglatt wäre das.)

Mission of Burma – Academy Fight Song

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Britney Spears ist toxic

Britney Spears verliert das Sorgerecht für ihre beiden Kinder an ihren Ex. Ist sie vielleicht “toxic”?

A propos Toxic: Die Französin Yael Naim beweist, dass Britney Spears-Songs auch gut sein können. (via)

[flash]http://www.youtube.com/watch?v=j5pP55u9s10[/flash]


mp3 to go*

78s.ch präsentiert ab heute jeden Morgen (ausser Sa und So) ab 06:00 das mp3 des Tages “to go” wie der Engländer sagt, oder “á emporter” wie der Franzose zu sagen beliebt. Den Auftakt machen Orba Squara, die in den USA zurzeit grad am Durchstarten sind, weil sie für die Hintergrundmusik zum iPhone-Werbespot besorgt sind. Und wo das hinführen kann, wissen wir ja… José Gonzales, Dandy Warhols … you name it.

Orba Squara – The Perfect Timing This Morning

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Bedienungsanleitung:
*präsentiert von Starbucks, Hiestand Gipfeli, Nespresso(+) und Apple (*)

(*) Hätten wir gerne
(+) “78s mp3 to go” – what else?