Archiv für September 23rd, 2007
Jugendbewegung “Tecktonik Killers”
Tecktonik nennt sich der heisseste Scheiss aus Paris. Was vor sieben Jahren als Privatparty in der Pariser Agglo seinen Anfang nahm, erfährt derzeit den Hype als D-I-E neue Jugendbewegung. Für Schnellleser: Tecktonik ist ein besonderer Tanzstil, irgendwo zwischen Breakdance und Modern-Dance.
>> Selber Tecktonik lernen: Tecktonik für Anfänger und Fortgeschrittene <<
Musikalisch entstand Tecktonik als Mischung aus hartem nord-europäischem Techno und der softeren Variante aus Südeuropa. Der Pariser Club Metropolis lancierte mit dieser Mixtur eine eigene Party, Tecktonik Killer. Diese wurde schnell zur angesagtesten Party in der Club-Kultur Frankreichs, auch wenn dort alle aussehen wie Bill von Tokyo Hotel. Die Partygänger haben dann begonnen, ihre eigenen Choreographien zum Sound zu entwerfen. Und mittlerweile stehen auf YouTube und Daylimotion unzählige Videoclips, in denen Jugendliche “tecktoniken”, auch in Form von Battles.
Internet-Karrieren, wie jene von Jey-Jey, dessen Tecktonik-Video auf YouTube schon über zwei Millionen Mal angeklickt wurde (Video siehe unten), sind die logische Folge davon. Und wie immer bleibt auch die Kommerzialisierung nicht aus. So werden bereits Compilations und Kleider unter dem Brand “Tecktonik Killers” produziert. Auch Musiker und Musikerinnen, die nur bedingt dem Tecktonik-Sound nahe stehen, nehmen den Tanzstil in ihre Videos auf, wie zum Beispiel Yelle. Parallelen zu den Street-Ninja- Referenzen in Musik-Videos oder Hollywood-Filmen, die ebenfalls ihren Erfolgszug mit YouTube-Videos begründeten, sind hier angebracht.
Die Chancen, dass im nächsten James Bond Daniel Craig in einen Tecktonik-Battle verwickelt wird, sind also durchaus sehr gross. Und wenn Craig nicht tanzen kann, springt bestimmt Madonna in die Bresche.
Tecktonik-Tanzstil:
Jey-Jey
Tecktonik-Musik:
Yelle – A Cause des Garçons (Tepr Remix)
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Yelle – A Cause des Garçons (Sta Remix)
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Yelle – A Cause des Garçons (Video)
> 10vor10 (Schweizer Fernsehen) über Tecktonik:
(via)
Von Mathias Menzl | 23. September 2007 | 223 Kommentare
Foo Fighters auf dem Höhepunkt
Eigentlich gehen die Foo Fighters mit ihrem neuen Album “Echoes, Silence, Patience & Grace” (RCA/SonyBMG) den Weg weiter, den sie mit ihren letzten beiden Alben beschritten haben. Das war “In Your Honor”, die Doppel-CD, bestehend aus einem rockigen und einem akustischen Teil. Und das war das Live-Album “Skin And Bones”, auf dem die Band erstmals über lange Strecken bewies, dass sie auch unplugged funktioniert.
Auf “Echoes, Silence, Patience & Grace” werden die harten und die ruhigen Momente nicht mehr getrennt serviert. Den Anfang macht “The Pretender“, gefolgt vom ähnlich aufgebauten “Let It Die”: Ruhiger Start, Steigerungslauf und brachiales Ende, wie wir es bereits von früheren Foo-Fighters-Songs her kennen. Was aber in diesem Track zum ersten Mal auffällt, sind die sich wiederholenden Songzeilen. Immer wieder singt Grohl die eindringlichen Worte: “Beautiful veins and bloodshot eyes. Why’d you have to go and let it die?” Auch auf nachfolgenden Songs extrahiert er jeweils einzelne Textzeilen, um diese mehrmals ins Rampenlicht zu rücken.
An dritter und vierter Stelle folgt schliesslich der stärkste Auftritt, den die Foo Fighters auf CD je hingelegt haben. Einerseits das kraftvolle “Erase/Replace” mit Echo-Refrain. Andererseits die Rocknummer “Long Road To Ruin” mit folkigen Einflüssen. “Come Alive” greift anschliessend auf den Aufbau der ersten beiden Songs zurück. Danach geht die Intensität zurück: “Stranger Things Have Happened” ist der erste ruhige Song auf “ESP&G”, gleichzeitig aber auch der schwächste. Abgesehen vom Titel kommt auch das folgende “Cheer Up Boys (Your Make Up Is Running)” eher bescheiden daher. Über “Summer’s End” mit eingängigem Refrain und das instrumentale “Ballad of the Beaconsfield Miners” gehts schliesslich über in die abschliessende Serie an Höhepunkten. Das wehmütige “Statues”, das an Intensität kaum zu überbietende “But, Honestly” und die Ballade “Home”. Die Foo Fighters auf ihrem Höhepunkt!
Von Silvan Gertsch | 23. September 2007 | 1 Kommentar
obskuradio@radio.casablanca: Country Special
Radio Casablanca strahlt heute zwischen 17 und 18 auf 94.0 MHz die vierte Folge von obskuradio@radio.casablanca aus. Zum Stream geht’s hier lang.
Nachdem es beim letzten Mal kosmopolitisch zuging, gibt sich Oskuradio heute hinterwäldlerisch. Bekanntlich gibt es viele Gründe Country zu hassen: Shania Twain, die Dixie Chicks, Nashville, das Albisgütli, SVP-Wähler, die Fransen, die Kordeln, die Gilets, die Trucks. “Wieviel Country verträgt die Schweiz?” fragt der aktuelle Züritipp im Zusammenhang mit Coal. Eine Stunde mindestens, lautet die Antwort von Obskuradio – so lange er so ist, wie Country eben sein muss: erdig, rauchig und bittersüss. Reinrassigkeit soll kein Anspruch dieser Sendung sein, weil das Genre ursprünglich als Sammelbecken für alle ruralen Musiken Amerikas diente – DEN Country hat es ohne einen Schuss Rockabilly, Blues, Folk, Zydeco oder Bluegrass nie gegeben. Die 22 Songs der heutigen Sendung sind hoffentlich Grund genug sämtliche Vorurteile gegenüber Country über Bord zu werfen. (Weitere Gründe liefert heute Abend – wie jeden verdammten Sonntag – das Trio From Hell im Helsinki)
>>>>>>>>> Sendung verpasst? >>>>>>>>> zum Archiv >>>>>>>>>
1. Johnny Cash – Understand Your Man
2. Wayne Walker – All I Can Do Is Cry
3. Carl Mann – Mona Lisa
4. Trini Lopez – Gentle On My Mind
5. Patsy Cline – Heartaches
6. Merle Haggard – The Longer You Wait
7. Hank Williams – Moanin’ The Blues
8. Sonny Terry – Crow Jane
9. Tennessee Ernie Ford – 16 Tons
10. Kentucky Colonels with Clarence White – Why You Been Gone So Long
11. The Bluegrass Album Band – We Can’t Be Darlings Anymore
12. The Doreymen – Wanda Lee
13. Michael Hurley – Light Green Fellow
14. Bob Dylan – Moonshiner
15. George Hamilton IV – The Urge For Going
16. Lee Hazlewood – Poet, Fool Or Bum
17. Dolly Parton – Jolene
18. Townes Van Zandt – Waitin’ Round To Die
19. Doc & Richard Watson – House Of The Rising Sun
20. Tony Rodriguez – Ridin’ My Thumb To Mexico
21. Boby Bare – Just The Other Side Of Nowhere
22. Skeeter Davis – The End Of The World
Von Ralph Hofbauer | 23. September 2007 | 3 Kommentare




