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  • 78s-Motel: Samuel Burri träumt von gutem CH-Radio

    Von    |   1. September 2007   |   2 Kommentare

    Nach der anstrengenden letzten Woche, technischen Turbulenzen und dem Sendestart vor drei Stunden will ich nur noch schlafen. Und nun fragt mir der Nachtportier, wieso ich eigentlich diese Radiostation gegründet habe. Auf diese Frage habe ich immer noch keine gute Antwort bereit.

    Die einfachste Antwort ist: ich mache Radio Casablanca, weil es das Radio meiner Träume nicht gibt in der Schweiz. Damit suggeriere ich dummerweise, dass wir nun ein traumhaft gutes Radio machen werden, was so auch wieder nicht stimmt. Ein solches Radio würde ja länger senden als bloss einen Monat.

    Aber nun bin ich nicht mehr zu halten, werfe dem Nachtportier, der eigentlich bloss noch kurz smalltalken wollte, mein ganzes Arsenal an Gründen an den Kopf, wieso es in der Schweiz keinen traumhaft guten Radiosender gibt.

    1. Konzessionen für neue Sender gibt es kaum (ausser bald in Winterthur).

    2. Die SRG ist hat zuviel Macht und schaut zu sehr auf Quoten und Altersgruppen, statt auf Musikgeschmack. Tut mir leid, Mutti!

    3. Die Privaten haben wenige Freiheiten, zu kleine Sendegebiete (= wenig Geld), sind aber auch nicht besonders originell.

    4. Die Alternativen sind zu alternativ, haben kein klares Profil und werden darum kaum gehört. (Braucht es eigentlich noch Programme für ethnische Minderheiten, wenn man per Satellit und Internet das Heimatland bei sich in der Stube hat?)

    5. DAB hat keine Empfänger und ist zum Senden zu teuer.

    6. Internetradio ist Spartenradio, schwer zu finden und richtet sich an wenige Leute.

    7. Die Vorstellungen über einen traumhaft guten Radiosender divergieren. Auch in der Radio Casablanca-Redaktion.

    Das war jetzt etwas viel, für den armen Nachtportier. Sorry! Ich sollte jetzt sowieso schleunigst in die Federn. Hoffentlich träume ich diese Nacht nicht vom Radio.

    > Sämi Burri (29) war fünf Jahre Moderator bei DRS 1. Nun hat er mit Radio Casablanca sein eigenes Radio gestartet, auch wenn’s nur einen Monat geht.

    Illustration: Sarah von Blumenthal

    2 Reaktionen

    1. #1 vinthelad

      00:52 Uhr, 2.9.2007, Link

      „Die Alternativen sind zu alternativ, haben kein klares Profil und werden darum kaum gehört.“

      toxic.fm und Radio 3fach nicht. Da gibts ein klares Profil, eine klare Struktur und Rotationen (leider) obendrauf.

    2. #2 sam

      11:16 Uhr, 2.9.2007, Link

      stimmt, toxic und 3fach sind da ausnahmen. sind aber auch nicht eigentliche „alternativradios“ sondern glaubs definiert als jugendradios.

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