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Take, Bricks, Hands, Bullets, Soup, Spoons, King, Arms, Secrets, String, Cans lauten die Songtitel des neuen Tunng Albums. Auf “Good Arrows” (VÖ 24.8. Full Time Hobby/Musikvertrieb) geht es um weit mehr, als um einen König mit Geheimnissen, der mit feisten Händen Suppe aus Büchsen löffelt, während Tunng ihre Saiten zur Seite legen, sein Schloss umzingeln, sich Ziegelsteine als Waffen nehmen und mit ihren Zähnen die Kugeln der königlichen Armee auffangen (“We’re catching bullets in our teeth / It’s hard to do but they taste sweet.”). Es geht um Dinge, die man rational nicht aufschlüsseln kann. Um surreale Lyrik, gespenstische Klänge und magische Harmonien.

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Tunng sind seit zwei Alben ein gut gehütetes Geheimnis, hinter dem sich die vielleicht beste Folkband der Gegenwart verbirgt. Folktronics! höre ich den Experten anmerken. Doch elektronisch sind bei Tunng eher die Techniken, als der Sound. Tunng machen Folk, der sich nicht der tradierten Tradition und der stromlosen Authentizität verschreibt, sondern mit Hilfe der Technik Geschichten spinnt. Folk, der um Ambient und um verspulte Klänge weiss, der seltsame Samples einsetzt, die die grosse weite Welt in die surrealen Geschichten von “Good Arrows” hereintragen. So fügen sich Kirchenglocken, ein Pferderennen, Sirenen und Gesprächsfetzen in die warme Klimperklangwelt der Engländer ein. Tunng finden Klangquellen in unzähligen Instrumenten und ihren Laptops ebenso wie in der Natur. Die Beats von “Arms” haben sie aus dem Knistern eines Lagerfeuers erschaffen. Der Winter kann kommen.

Kategorien: Neue Musik


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