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  • Der DJ im Kreis: Friction im Interview

    Von    |   9. August 2007   |   0 Kommentare

    frico.jpgDie Best-of Platte von Freundeskreis, „FK 10“ (Four Music / SonyBMG), steht seit einigen Wochen im Laden. Die dazugehörige Tour führte Max Herre, Don Philippe und DJ Friction auch in die Schweiz. Zeit für ein Gespräch.

    Frico, warum gibt’s FK 10?

    Das hat mit der Anfrage vom Splash!-Festival begonnen: Die haben dieses Jahr das 10-jährige Jubiläum gefeiert und zurückgerechnet – 1997 kam unser erstes Album raus. Auch wenn wir seit sieben Jahren nicht mehr aufgetreten sind, hat uns die Idee überzeugt. Und da es sich nicht lohnt, eine Band nur für ein Festival zusammenzustellen, gibt’s nun eine kleine Jubiläumstour und das Best-of.

    Weshalb habt ihr kein neues Album aufgenommen?

    Zwischen 1994 und 2000 waren wir ausschliesslich mit Freundeskreis beschäftigt. Inzwischen sind wir alle solo tätig, haben uns weiterentwickelt, machen z.T. ganz unterschiedliche Musik. Die Zeit zu nehmen, um wieder FK zu machen, fällt jedem irgendwie schwer. Abgesehen davon, wollen wir nicht versuchen etwas zu konservieren und nur weiterzumachen weil’s früher so toll war. Vielleicht passt’s irgendwann wieder, aber nicht jetzt.

    Wie seid ihr an die zwei neuen Songs herangegangen?

    Sie sollten natürlich konzeptionell irgendwie ins Album passen. Deshalb war es klar, dass es Hip Hop Tracks sein sollten. Darüber hinaus wollten wir zeitgemäss klingen und trotzdem an den alten Sachen anknüpfen, die Latte war also hoch. Wenn mir unsere beiden Alben anhöre, muss ich schon sagen, dass wir einen ziemlich hohen Output an zeitlosen Tracks hatten, die heute noch Bestand haben und im Radio laufen. Das waren halt musikalisch und textlich richtige Songs, nicht nur vom Moment gemacht, wie es sonst bei Rap häufig der Fall ist.

    Du bist DJ einer Band, die als politisch gilt. Wie politisch bist du denn?

    Ich sah Freundeskreis nie als politische Band. Wegen zwei, drei politischen Songs pro Platte wurden wir abgestempelt, obwohl der Rest aus Liebesliedern und normalen Hip-Hop-Themen bestand. Max hat schon ein ausgeprägtes politisches Bewusstsein, dass er in seinen Texten rüberbringt. Ich für meinen Teil hab kein so starkes Politik-Interesse wie Max.

    Max schreibt die Texte mit der Musik zusammen. Inwiefern denkst du sind seine Texte auch Abbild der Musik von dir und Philippe?

    Ich denke schon sehr stark, weil es bei Max sehr ausgeprägt ist, dass er die Musik als Inspiration für den Text braucht. Philippe und ich haben unzählige Beats gemacht, damit überhaupt einer ihm gefällt – es ist nicht so, dass wir zehn Beats machen, und fünf gefallen Max, sondern wir machen 30 – 40, und da ist vielleicht einer dabei, der ihm annähernd gefällt. So muss man sich das vorstellen…

    Wo bleibt eigentlich der Nachfolger von Freundeskreis?

    Auf den warten wir ja alle. Irgendwie will keiner den Schuh anziehen. Ich weiss auch nicht, warum. Niemand kommt nach, der in der Qualität mit diesem Ansatz was rausbringt.

    Vielleicht, weil alle Angst haben vor dem Vergleich?

    Vielleicht… (lacht)

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