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  • 78s has left the building. ¯\_(ツ)_/¯

  • kickass lyrics
  • Mädchen mit Gitarren

    Von    |   6. August 2007   |   1 Kommentar

    Als Songwriterin hat frau heute einen schweren Stand. Zuviele Sophie Zelmanis und KT Tunstalls hat die Welt schon gehört, als dass sie noch hinhören würde. Und doch ist das Mädchen-mit-Gitarre-Ding mit Feist und Co so erfolgreich wie eh und je – auch hierzulande: Heidi Happy hier, Heidi Happy da. Genannte Damen sind allesamt Freundinnen des Wohlklangs, daher auch ihre Breitenwirkung. Auch Cat Power avancierte erst mit „The Greatest“ zu Everybody’s Darling, einer Platte ohne die Abgründe der Vorgänger. Trotz aller Melancholie ein Sunny-Side-Up-Album, genauso wie „The Reminder“ von Feist oder Heidi Happys „Back Together“. Wer sich da weniger Gesülz und mehr Kratzbürstigkeit wünscht, muss sich bis zum neuen PJ Harvey-Album gedulden oder kann in der Zwischenzeit mit folgenden beiden Damen glücklich werden.

    Auf der sonnenscheuen Seite des Songwritings bewegt sich Tiny Vipers mit ihrem Sub Pop-Debut „Hands Across The Void“ (Irascible). Wie ihre Landsfrauen Marissa Nadler und Jesse Sykes erschafft auch Jesy Fortino eine nocturnale Atmosphäre, die gefangennimmt, allerdings gelingt ihr dies mit sehr bescheidenen Mitteln. Ihr Dunkelfolk ist schlicht, schmucklos und sperrig. Mit Pop hat das wenig zu tun, auch darum, weil Jesy Fortino gerne enorm lange Songs schreibt, die plötzlich in Feedbackorgien umschlagen können.

    „On This Side“
    [audio:http://www.subpop.com/assets/audio/3407.mp3]

    Verzerrte Überraschungsmomente hat auch Shannon Wright zu bieten. Wer sie einmal live gesehen hat, weiss: She’s got it. Talent, Fingerfertigkeit, Bühnenpräsenz. Besser kann ein Seelenstriptease nicht aussehen. Ihr aktuelles Album „Let In The Light“ (Irascible) verdeutlicht, dass Gitarre und Piano für sie mehr sind als Zierde – Shannon Wright ist Musikerin, nicht Chanteuse. Ihre Virtuosität hat ihr Kollaborationen mit Yann Tiersen, Calexico, Shellac und Low ermöglicht, trotzdem bleibt Shannon Wright nach wie vor ein Geheimtipp.

    „Everybody’s Got Their Own Role To Play“
    [audio:http://dukeofstraw.com/07/SW.mp3]

    Morgen: Mädchen mit Synthiesizern

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    1. » Song des Tages: Tiny Vipers – Dreamer | 78s - Das Magazin für bessere Musik

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