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  • Nicht von dieser Welt: Kammerflimmer Kollektief

    Von    |   7. Juli 2007   |   1 Kommentar

    Seit 1999 ist das Kammerflimmer Kollektief jenseits der ausgetrampelten Pfade der Poplandschaft auf der Suche nach unbeschrittenem Terrain. Dass die unermüdlichen Klangforscher auf solches auch mit ihrem sechsten Album stossen, spricht für die Freigeister aus Karlsruhe. Wie unlängst das Tied & Tickled Trio mit „Aelita“, findet auch das Kammerflimmer Kollektief mit einem ätherischen, in sich ruhenden Album zum Zen. Die Platte dreht, doch die Welt steht still.

    Statt wie das Tied & Tickled Trio in die Zukunft zu reisen, sucht das Kammerflimmer Kollektief auf „Jinx“ (Staubgold/Namskeio) nach einer unbestimmten Vergangenheit dessen, was wir heute gemeinhin Musik nennen. Seit Urzeiten scheinen diese Klänge über eruptierenden Vulkanen oder über den Ruinen von Hochkulturen und zerstörten Indianersiedlungen in der Luft gelegen zu haben – das Kammerflimmer Kollektief hat sie eingefangen. Es ist eine Musik, die inmitten der Technokratie der Gegenwart geradezu spirituell wirkt. In schamanischer Trance ruft das Kollektief die Geister einer versunkenen Welt wach. Zum Vorschein kommt eine Schönheit, die eben so fremd, wie vertraut wirkt. Nach 40 Minuten löst sich das Traumreich in einer knarzigen Kakophonie auf, als wäre es nie dagewesen. Zurück im hier und jetzt reiht man die CD verdutzt zwischen Freak-Folk und Space-Jazz ins Regal ein, obwohl man weiss, dass ihr ein eigener Altar gebühren würde.

    „Jinx“ ist der Stoff, aus dem Träume sind, ein uferloser Ocean of Sound für Freischwimmer und Badewannentaucher. Alle andern: Bitte weitergehen, es gibt hier nichts zu sehen.

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    Eine Reaktion

    1. #1 flobro

      22:59 Uhr, 8.7.2007, Link

      superbe!

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