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  • Nicht zu stoppen: Ikarus Records

    Von    |   1. Mai 2007   |   8 Kommentare

    Man könnte meinen, die Liste von Schweizer Indielabels sei mit Gentlemen, Little Jig, Voodoo Rhythm und kuenschtli.ch vollständig, doch Ikarus Records werden in Zukunft bestimmt auch ein Wörtchen mitzureden haben, wenn es um helvetische Qualitätsgitarrenarbeit geht. Die Produktionen des DIY-Kollektivs, dem fünf Bands aus ZH, AG und TG angehören, werden immer ausgefuchster. Wie weit der State of the Art von Ikarus Records inzwischen fortgeschritten ist, verdeutlichen die zwei neusten Platten des Labels.

    Zum ersten John Sars aus Baden. Auf „It Wishes Good Trip Them“ vereinen sie alles, was das Dasein instrumentaler Rockmusik rechtfertigt: Komplexität, Präzision, Geometrie, Drive, Dynamik, Timing, Tightness. Gesungen wird nur zweimal, auf „Svolvaere“ so schön, dass man sich fragt, warum John Sars nicht öfter singen. Wahrscheinlich, weil ihre Musik auch so spannend genug ist. Sobald du glaubst, die Vier durchschaut zu haben, schlagen sie einen Haken, wechseln einmal mehr den Rhythmus und du bleibst staunend zurück. John Sars lassen dich von der Schwerelosigkeit träumen, nur um dich mit tonnenschweren Riffs plötzlich auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen. Tatsache ist: John Sars sind verdammt gut. Ich lehne mich weit aus dem Fenster und behaupte: John Sars spielen Honey For Petzi an die Wand.

    Zum zweiten The Haddocks aus Zürich. Mit „The Year Before The Year Of Skiuah“ haben sie einen ähnlich verwirrenden Albumtitel wie John Sars gewählt, obwohl ihr Rock um einiges eindeutiger ist, als der ihrer Kollegen. The Haddocks machen laut Eigenaussage „Monkey Rock“ but: „they can rock like pigs too“. Trotzdem geht das Trio nicht mit der Brechstange, sondern mit Feinfühligkeit ans Werk. Shoegazerharmonien lassen Indie-Herzen höher schlagen, während treibende Gitarren die Flucht nach vorn ergreifen. It’s only Rock’n’Roll but they like it!

    Hören und kaufen kann man die beiden CDs hier.
    Die Chef-Ikarusse Kid Ikarus spielen am 20.5. in der Hafenkneipe.

    8 Reaktionen

    1. #1 moritz

      13:18 Uhr, 2.5.2007, Link

      ps. wir heissen künschtlich! der name endet nicht beim punkt… ikarus flieg flieg!

    2. #2 Mathias Menzl

      14:20 Uhr, 2.5.2007, Link

      das werden wir uns nieee merken können, viel zu schwierig ;)

    3. #3 MartinLuther Guest

      16:22 Uhr, 2.5.2007, Link

      Ikarus redet schon lange mit und gibts auch schon länger als viele hier vielleicht denken. Und ich zieh den Hut vor den Jungs die da immer wieder hochinteressante Musik hervorbringen…

    4. #4 Ralph Hofbauer

      20:09 Uhr, 2.5.2007, Link

      @moritz: pardon, soll nicht mehr vorkommen. wo ihr hier schon tickets verlost…künschtlichchchchchchchc. jetzt hab ichs.

    5. #5 Patrik

      22:46 Uhr, 8.5.2007, Link

      Hey Ralph, wenn du dich soo weit aus dem Fenster lehnst, fällst du raus, ich säg ders! Honey for petzi sind unmöglich zu toppen, auch nicht von John Sars, in die ich im Übrigen sehr verknallt bin…

    6. #6 Ralph Hofbauer

      00:12 Uhr, 9.5.2007, Link

      bisschen hochstapeln muss sein, sonst hört ja niemand hin.

    7. #7 David Bauer

      10:36 Uhr, 9.5.2007, Link

      ralph, einfach einen selbstversuch machen, dann hören alle zu und brüllen zurück… ;-)

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