• limetorrent latest100
  • 78s has left the building. ¯\_(ツ)_/¯

  • kickass lyrics
  • 9 Songs, 12 Sänger

    Von    |   26. April 2007   |   1 Kommentar

    Sechs Jahre sind seit dem ersten dntel-Longplayer vergangen. In der Zwischenzeit hat Jimmy Tamborello als James Figurine mit Elektro rumexperimentiert und mit den Indietronic-Hymnen von The Postal Service seine bislang grössten Erfolge gefeiert.

    Mit „Dumb Luck“ (Sub Pop) kehrt der umtriebige Kalifornier nun von den Billboard-Charts ins stille dntel-Kämmerchen zurück, wohin ihm aufgrund fehlender Eingängigkeit vermutlich nur wenige Postal Service-Fans folgen werden. Dafür leisten Tamborello umso mehr Freunde Gesellschaft. Bis auf den Titelsong, den Tamborello selbst singt, werden alle Stücke von illustren Gastvokalisten intoniert:

    Conor Oberst (der in letzter Zeit offenbar gerne mal einen über den Durst trinkt ), Jenny Lewis, Ed Dorste (Grizzly Bear), Mia Doi Todd, Andrew Broder (Fog), Markus Archer und Valerie Trebeljahr (Lali Puna), Christopher und Jennifer Gunst (The Mystic Chords Of Memory) sowie Grant Olsen und Sonya Westcott (Arthur & Yu).

    Durch die wechselnden Stimmen hört sich „Dumb Luck“ eher an wie eine Glitch-Folk-Compilation, als wie ein homogenes Werk – obwohl es auf der instrumentalen Ebene durchaus ein solches ist, so nahtlos gehen hier Drones in Akustikgitarren über.

    Ohrwürmer darf man trotz der ganzen Indie-Prominenz keine erwarten. „Dumb Luck“ bietet keine spektakulären Refrains, die hängenbleiben und totgehört werden wollen. Alles scheint dahingehaucht, schwebend und unnahbar. Man könnte Tamborello vorwerfen, dass er mit „Dumb Luck“ nie auf den Punkt kommt, doch wenn man sich diesen Songs so behutsam nähert, wie einem Traum am Morgen, entpuppt sich was anfänglich verworren erscheint als subtile Brillianz eines Ausnahmeproduzenten.

    „Dumb Luck“ ist zwar seltsamerweise nicht in der Schweiz erhältlich, dafür kann man sich auf der MySpace-Seite von dntel das Album in kompletter länge anhören. Und wer etwas von elektronischer Klangmanipulation versteht, kann das Titelstück für den dntel-Remix-Contest überarbeiten.

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