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  • Rjd2 erfindet sich neu

    Von    |   12. März 2007   |   0 Kommentare

    Rjd2 war nach seinen ersten zwei Platten der Mann, der – so dachte man – einst in die Fussstapfen von DJ Shadow treten würde. Sein neues Album „The Third Hand“ (XL Recordings/Musikvertrieb) ist jedoch ein eindeutiges Statement, dass er dies nicht im Geringsten vor hat. Statt zu Samples greift der Amerikaner neuerdings zu Instrumenten und versucht sich als empfindsamer Popsongwriter zu profilieren, dem Refrains wichtiger sind als Breaks. Eine Tatsache, die viele seiner HipHop-affinen Fans vor den Kopf stossen wird.

    Bei Pitchfork musste „The Third Hand“ unten durch, 3.7 Punkte (von 10) bleiben sonst harmlosen Popschnuckelchen oder überflüssigen Rockbands vorbehalten. Mit einer so tiefen Note würde ich „The Third Hand“ allerdings nicht abkanzeln, allein wegen dem grossen Mut zur Veränderung – schliesslich sind Funksamples auch nicht mehr so originell wie auch schon. Die neue Alchemie aus relaxten Grooves und leichten Melodien tönt auf Anhieb eigentlich ganz flockig und macht durchaus Lust auf die sommerliche Leichtigkeit des Seins. Trotzdem fehlt Rjd2 zum Leftfield-Popstar wohl einfach eine charismatische Stimme – sein Falsett ist nett, aber dünn. Vielleicht hätten Gastsänger diesem Album mehr Charakter geben können.

    Eigentlich hätte „The Third Hand“ das ideale Popalbum für Leute werden können, die Popmusik hassen, denn Rjd2 biedert sich nie an und bleibt durch seine verspielte Produktion stets auf der schrägen Seite. Doch die Hooklines, die Lust auf mehr machen, fehlen – und Songs, die weder richtig gut, noch richtig schlecht sind, bleiben auf lange Frist dann eben doch links liegen.

    Den Albumstream zu „The Third Hand“ gibts – wie könnte es anders sein – bei Luisterpaal.

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