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  • Kaufen mit Hofbauer

    Von    |   20. Januar 2007   |   2 Kommentare

    Max Küng war diese Woche für einmal vernünftig und hat den Karuselli-Sessel, von dem er schon so lange träumt, trotz selbstdiagnostizierter Möbelkrankheit nicht gekauft. Ich habe heute einmal mehr nicht nein sagen können. Ich gebe es zu: Ich bin ein Junkie. Ich hänge an der Nadel. Meines Plattenspielers. Auch wenn ich das Glück habe, in den Genuss von Promomaterial zu kommen, geht der Stoff schnell aus und ich muss mir auf der Strasse neuen besorgen. Mit fiebrigem Blick haste ich zu meinen Dealer. Es ist ein Fluch. Von einem Stapel angehörter Platten bleiben unweigerlich ein paar übrig, die ich nicht liegenlassen kann. Heute drei.

    Wie hätte ich neinsagen können zum dunkel pulsierenden Shoegazer-Elektropop von Home Video, die sich damals im unvergessenen Bogen 13 in mein Herz gespielt haben? Die New Yorker stehen auch mit ihrem ersten Longplayer „No Certain Night Or Morning“ (Warp/Musikvertrieb) immer noch am Rande der Tanzfläche, wenn Discorock-Hypes gespielt werden und denken, dass Berühmtsein nicht alles ist. Gegensätzliche Eigenschaften wie tanzbar und einlullend oder monoton und abwechslungsreich stehen hier in keinem Widerspruch.

    Alias & Tarsier’s „Brookland Oaklyn“ (Anticon/Irascible) konnte ich auch nicht liegen lassen, schliesslich sind sie die perfekte Ergänzung zu Home Video. Mit einem ähnlichen Konzept, aber einer Frau am Mikro. Rona Rapadas singt mal wie Orenda Fink und dann wieder wie Sade, eine Smooth-Operator-Samtstimme also. Auch hier darf die Seele ein Bad in wohligwarmem Klangplasma nehmen. Sanftes Songwriting schwebt über leicht defekten Stolperbeats. Einfach nur schön. Ach.

    Sein ganz eigenes Ding macht Ekkehard Ehlers auf „A Life Without Fear“ (Staubgold/Namskeio): Über Ambient-Geflacker montiert er Roots-Music von Schellackplatten. Mit einem Bein im Computerzeitalter und dem andern in prädigitalen Zeiten beschwört er mit dem Laptop die Geister alter Bluessänger und Jazzmusiker. Die Zeit ging Ehlers‘ aussergewöhnlichen Arbeitstechniken auf den Grund. Ein Album wie dieses gibt es nicht zweimal. Ich musste es einfach haben. My prrrrecious.

    2 Reaktionen

    1. #1 flobro

      23:46 Uhr, 20.1.2007, Link

      na dann mal wieder ‚gratulation‘, du audiojunkie! und in gewissen lebenslagen sollte man sich einfach was gönnen…

    2. #2 David Bauer

      00:07 Uhr, 21.1.2007, Link

      Damit wäre auch diese These bestätigt.

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