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  • Die Menschen hinter den Monstermasken

    Von    |   19. Dezember 2006   |   1 Kommentar

    Die Promoabteilung des Musikvertriebs war so freundlich pietätlos mir mitten in der besinnlichen Adventszeit ein Exemplar der neuen Slipknot-DVD „Voliminal: Inside the Nine“ zukommen zu lassen – dabei hatte ich doch schon für die Paul McCartney-DVD keine Verwendung. Sei’s drum, ich gebe mir einen Ruck und führe mir das Portrait dieser Band zu Gemüte, die ich bislang in die Schublade „wütende Musik für wütende Menschen“ gestopft hatte, ohne sie weiter ernst zu nehmen. Das Ding mit den Masken hielt ich zwar für ganz interessant, doch irgendwie schien mir dies auch der einzige Grund zu sein, warum diese Band überhaupt bekannt wurde – denn Schock-Rock geht bei Teenagern ja immer.

    Nun gut, ich versuche ohne Vorurteile an die Sache heranzugehen, doch DVD 1 zementiert mit Tourimpressionen das Image der animalischen Berserker, denen es in erster Linie ums Dampfablassen geht. Die mit nervösen Schnitten zusammengekitteten Live-Berichte aus den Schützengräben, bei denen man zwischen Doublebassdrumgehämmer und durchdrehenden Kids vergeblich nach Musik sucht, werden dabei durch die Dinge angereichert, die eben zum Rock’n’Roll gehören: Saufen, Kotzen und Ficken. Naja.

    Die zweite DVD schafft es dann doch mich fast ein wenig zu rühren, denn siehe da: hinter den bösen Masken stecken Menschen wie du und ich, die friedfertig Golfspielen, Töfffahren und es zu Hause dann eben doch am Schönsten finden. Die intimen Interviews mit den Bandmittgliedern zeigen, dass Slipknot nichts weiter sind als neun Jungs aus einem Kaff in Iowa, die sich ihren Traum erfüllt haben: Zusammen auf den Bühnen dieser Welt ein Monster namens Slipknot zu entfesseln, das Abend für Abend herausschreit: Alle Macht dem Tier in dir! Denn: In jedem von uns steckt ein Slipknot, das wusste schon Freud. Ein paar Monster mehr können dieser Welt nicht schaden, schliesslich ist sie selbst eins. Und sonst wollen ja alle immer nur schön sein. Eigentlich gibt’s an Slipknot also gar nicht so viel auszusetzen. Aber hören? Nein danke.

    Eine Reaktion

    1. #1 jdw

      15:42 Uhr, 19.12.2006, Link

      Du Glückspilz! Kriegst die Slipknot DVD, während bei mir nur die von Mel C im Briefkasten zu finden war..

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