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  • Auf Umwegen zum Hit

    Von    |   16. Dezember 2006   |   0 Kommentare

    Wenn sich das Grau des Alltags mal wieder zu einem alles erstickenden Tiefschwarz verdichtet, flüchten sich Herr und Frau Schweizer neuerdings gerne mit folgenden Worten in Tagträume:
    „Ich nime no en Campari Soda, under mir lits Wulchemeer. De Ventilator summet lislig, es isch als gäbs mi nüme me.“

    Seit dem aktuellen Swiss-Werbespot kennt diesen Song jeder, doch die Geschichte um die Band, die „Campari Soda“ 1977 einspielte, bleibt obskur. Dominique Grandjean rief Taxi im Probekeller von Dieter Meier’s Villa eigens für die LP „Es isch als gäbs mi nüme me“ ins Leben. Taxi verhökerten gerade mal 600 Exemplare davon im Eigenvertrieb (die heute über 100 Franken wert sind) und lösten sich danach auf, ohne jemals live gespielt zu haben. Grandjean gründete darauf Hertz, die durch ihre konzeptuellen Auftritte zwar etwas grösseres Interesse hervorriefen, doch als sich „Campari Soda“ Mitte der 80er zum Radiohit mauserte, hatte Grandjean das Musikmachen bereits aufgegeben und eine psychiatrische Praxis eröffnet. In den 90ern nahmen schliesslich zwei Sampler den Song in den Schweizer-Hit-Kanon auf („Nimmerland“ und „Swiss Kult Hits Vol.1“) und durch die Coverversion von Stephan Eicher wurde „Campari Soda“ endgültig zu einem Stück Schweizer Kulturgut. Ein Interview mit dem heute 62-Jährigen Schöpfer dieses Überfliegers gibt’s hier. Nächsten Frühling will es Grandjean doch nochmal wissen: Hertz gehen auf Reunions-Tour.

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