78s has left the building. ¯\_(ツ)_/¯

„Megaknackiger Abgeh-Rock“

Von    |   21. November 2006   |   6 Kommentare

LiZA Li ist Dynamit! Sebstbewusst, jung und mit rotzig-frechen Songs am Start.“ In anbiedernder Jugendsprache zeichnet die 4-seitige Pressebroschüre auf farbigem A4-Glanzpapier das Bild von einem Bad Girl worse than bad. Eine kleine Kostprobe dieser köstlichen Bravo-Lyrik: „Liebe und Romantik müssen nicht immer voller Geigen hängen. Sex bringt mit rasanten Rockgitarren ein menschliches Bedürfnis auf den Punkt und schmilzt erst dann dahin.“ Nein danke.

Doch es ist nun mal so: „LiZA Li ist da und keiner wird ihr entkommen!“ Also auch ich nicht. Gut, ich schieb die CD rein und das Befürchtete trifft ein: Eine scheussliche Mixtur aus Tokio Hotel, Nena und den Toten Hosen in ihrem ersten Proberaum. Die Gesangsstunden, die LiZA angeblich bei einem Opernsänger genommen haben soll, konnten bei so wenig Talent scheinbar auch nicht mehr viel ausrichten:

[flash]http://www.youtube.com/watch?v=Gp5Agr8rrXo[/flash]

LiZA’s Markenzeichen: Ihre Kappe, die sie – wie im Video ersichtlich – auch im Bett trägt. Doch Moment mal. Hatten wir dieses Görenpower-Ding nicht schon mal? Tic Tac Toe, wir erinnern uns. Obwohl als Einfluss dann natürlich der Name Pink fallen muss. Unerschrocken wie ihre Vorbilder geht LiZA Li auf Konfrontationskurs. Mit Tabuthemen wie Masturbation betreibt Sie Aufklärung in unschuldigen Kinderzimmern. Geht das alles nicht ein wenig zu weit? Doch LiZA lässt sich rein gar nichts vorschreiben: „Jeder der versucht hat, mir zu sagen, was ich tun oder lassen soll, hat bisher Ärger bekommen.“ Hör auf Musik zu machen, LiZA – und zwar subito! Krieg ich jetzt Ärger?