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  • Die neuen Frauen von Cityslang

    Von    |   22. Juli 2006   |   2 Kommentare

    justineelectra.jpgDas deutsche Plattenlabel Cityslang hat sich einst darauf konzentriert, gute US-amerikanische Bands für Veröffentlichungen in Europa unter Vertrag zu nehmen. Das tut es zum Teil auch heute noch, mit Bands wie Lambchop oder Calexico. Dazugekommen sind in den letzten Jahren aber auch deutsche Acts wie The Notwist oder Schneider TM. Zu den ganz grossen Cityslang-Entdeckungen dieses Jahres gehören aber zwei Frauen, die viel verbindet und dennoch unterschiedlicher nicht klingen könnten. Amy Millan ist Mitglied der kanadischen Bandkollektive Broken Social Scene und Stars. Dort beschäftigte sie sich bisher mit der neuesten Entwicklung, gemässigten nordamerikanischen Indierocks. Als Solokünstlerin geht sie vielmehr der Frage nach, wie man Leuten unter Dreissig den amerikanischsten aller Stile näher bringen kann: Country. Das macht sie so charmant und cool, dass „Honey From The Tombs“ dieser Tage zur Stammbesetzung in der Stereoanlage ihrer Zielgruppe wird.

    Anders geht es die australische Wahlberlinerin Justine Electra (Bild) an. Sie mischt auf ihrem Début „Soft Rock“ elektronische Samples mit traditionellem poppigen Songwritertum. Live macht sie das – wie Leslie Feist oder Laura Veirs – mit Loops. Das hat den Cityslang-Gründer Christof Ellinghaus so sehr entzückt, dass er ihr nach einem Auftritt in einem Berliner Club eine Demo-CD für 10 Euro abkaufte. Was er darauf entdeckte, hat ihn so berührt, dass er sie umgehend unter Vertrag nahm und daraufhin einen zweiseitigen Promotext über seine Erlebnisse mit der Demo-CD verfasste. Und tatsächlich: Justine Electras akustische Ausstrahlung inspiriert ungemein. Die Tochter australischer Hippie-Eltern und Absolventin eines Studiengangs für zeitgenössische Musik spielt mit allen möglichen Finessen des dunklen Songwritertums. Die akustische Gitarre paart sich mit rauen Samples, mit Gesprächsfetzen und einem Balaleika. Dann erscheinen plötzlich Achtzigerjahre-Synthies im Hintergrund um nachgeahmte Soldaten-Gesänge zu unterstreichen. Wunderbar verrückt.

    Videos:

    Justine Electra: „Fancy Robots“

    Amy Millan: „Baby I“

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    2 Reaktionen

    1. #1 Klaus Meine

      12:12 Uhr, 29.7.2006, Link

      Wenn schon mit Link zu Wikipedia, dann bitte den Eintrag auch selbst geflissentlich durchlesen. Es heisst DIE Balaleika, nicht der oder das. Zudem: spätestens seit „Wind of Chance“ sollte – obacht! – die Balaleika eigentlich jedem ein Begriff sein.

    2. #2 Mathias Menzl

      17:34 Uhr, 1.8.2006, Link

      hihi: wind of chance…du bist mir einer klaus! wind of change du schosshocker

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