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  • kickass lyrics
  • (Not) a-muse-d?

    Von    |   2. Juli 2006   |   0 Kommentare

    Es streiten: David Bauer und Mathias Menzl
    über: „Black Holes & Revelations“ von Muse (Warner Music)

    Also Mathias, dann nehm ich dir gleich den Wind aus den Segeln: Du willst sicher kritisieren, dass Muse völlig Mainstream geworden sind und tönen wie Coldplay im Vaterschaftsurlaub. Ich sage: Na und? Wenn Muse Mainstream werden, schliessen 5 andere gute Indie-Bands die Lücke, der Mainstream ist um eine wirklich gute Band reicher und ein DJ Bobo mehr wird in Rente geschickt.

    Muse wehrten sich immer gegen Stillstand. Auf „Black Holes and Revelations“ versuchen sie es mit mehr Streichern, etwas Akkustikgitarren und elektronischen Stilmitteln. Das ist ja durchaus legitim. Allerdings: Muse haben sich zu sehr verbogen, um nicht wieder dasselbe Album zu machen wie zuvor. Nur drei Beispiele: „Supermassive Black Hole“ (Mischung aus Smashing Pumpkins zu Adore-Zeiten und Christina Aguillera) kommt auf die nächste Ibiza-Compilation, „Hoodoo“ (Wüstengitarre und Larmoyanz) ist wohl der schlechteste Muse-Song ever, und „Soldier’s Poem“ ist etwas viel Freddy Mercury auf ein Mal.

    Ich glaube, Muse wehren sich weiterhin erfolgreich gegen den Stillstand. Dieses Album muss als Übergangsphase verstanden werden. Die ersten drei Alben waren stilprägend und ragten aus der Musiklandschaft Britanniens heraus. Muse sind nun auf der Suche nach neuen Ufern und wagen die Odyssee. Daher die teils seltsamen Stilkombinationen. Und doch sind da Songs für die Ewigkeit: Invincible etwa, eine Ballade, wie sie Keane im Leben nie hinbekommen werden. Assassin, möglicherweise der beste Muse-Song ever. Oder Exo-Politics, das die Gespenster von Stockholm Syndrome zurückruft. So klingt Perfektion.

    Von Umschreibungen wie „Perfektion“ oder „beste(r) Muse-Song ever“ würde ich im Rahmen dieser Album-Besprechung einen sehr grossen Bogen machen. Wenn deine These stimmt, und dies ein sogenanntes Übergangsalbum ist, dann wird es wohl im Rückblick als „schlechtestes Muse-Album ever“ abgekanzelt werden. Mit „Assassin“ geb ich dir Recht. Früher gab’s ein Dutzend solcher Kracher, jetzt noch einen. Das macht den Braten nicht feiss.

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